• Für Vielfalt Podcast

    Rückblick: Ein Jahr Biden/Harris & Haaland

    Wir blicken zurück: schon ein Jahr sind Biden/Harris im Amt. Wie viel ist von den Hoffnungen geblieben? Und wie schlägt sich die indigene Ministerin Deb Haaland? Im Gespräch sind wir mit der Referentin für indigene Völker Yvonne Bangert.

    Mehr Infos zu unserer Arbeit www.gfbv.de

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    Wind of change in Chile?

    In Chile kam es am 19.12. zu einer Stichwahl um die Präsidentschaft. Der linksgerichtete Kandidat Boric wird mit 35 Jahren jüngster Präsident Chiles. Er setzte er sich gegen den rechtskonservativen Politiker Kast durch. Die Wahl galt aufgrund der großen Unterschiede zwischen beiden Kandidaten als Weichenstellung.

    Wir diskutieren gemeinsam mit der Expertin für indigene Rechte Yvonne Bangert, was die Wahl für die indigenen Gemeinschaften in Chile bedeutet.

    Disclaimer: Kurz nach unserer Podcast-Aufnahme haben wir von den enttäuschenden Aussagen Gabriel Boric gegenüber der jüdischen Gemeinde erfahren. Diese verurteilen wir und möchten betonen, dass wir uns davon distanzieren. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, findet ihr hier einen Artikel dazu: https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/wir-hoffen-dass-wir-in-frieden-leben-koennen/

    Äthiopien: ein Jahr bewaffnete Konflikte

    Die bereits prekäre Lage spitzt sich weiter zu. Äthiopien steht am Rande eines Umbruchs, dessen genaue Folgen kaum absehbar sind. Mehrere Milizen haben sich gegen den amtierenden Präsidenten Abiy Ahmed verbündet und marschieren auf die Hauptstadt Addis Abeba. 

    Mit Nadja Grossenbacher, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der GfbV, sprechen wir über den Konflikt, die Konfliktparteien und Ideen für Lösungsansätze.

    Anmerkungen:

    Leider wurde in Bezug auf die Involvierung Eritreas versäumt, die Raketenangriffe der TPLF aus Asmara 2020 zu thematisieren, die eine signifikante Rolle für die Involvierung des eritreischen Staats in den bewaffneten Konflikt in Tigray spielten. (Dafür möchte sich die Interviewpartnerin entschuldigen). Wir betonen erneut, dass wir die Menschenrechtsverletzungen ALLER Konfliktparteien aufs Schärfste verurteilen. Darüber hinaus weisen wir daraufhin, dass bewaffneten Gruppierungen trotz ihrer Assoziation mit einer bestimmten ethnischen Bevölkerungsgruppe die Interessen der jeweiligen Zivilbevölkerung nicht zwingend vertreten. Gerade in Bezug auf die TPLF bedarf es nach unserer Ansicht einer dringenden Abgrenzung zur Zivilbevölkerung in Tigray.

    Das dazugehörige Memorandum findet ihr hier: https://www.gfbv.de/de/news/bewaffnete-konflikte-in-aethiopien-10670/

    Mehr Infos zu unserer Arbeit unter www.gfbv.de

    Abkommen mit Namibia zum Völkermord

    Anmerkung: Am Anfang sprechen wir von den deutschen Kolonien. Diese wurden 1884 gegründet und natürlich NICHT 1804. Entschuldigt diesen Versprecher. 

    Das Ergebnis der jahrelangen Verhandlungen bezügliche des ersten Genozids des 20. Jahrhunderts liegt derzeit zur potenziellen Unterzeichnung im namibischen Parlament vor. Dem von 1904-1908 vom deutschen Kaiserreich im heutigen Namibia verübten Völkermord fielen etwa 80 Prozent der Herero und 50 Prozent der Nama zum Opfer.


    Wir sprechen mit unserer neuen Referentin Nadja Grossenbacher über die Ignoranz der deutschen Regierung. Außerdem erklärt Nadja uns, warum das Abkommen UN-Richtlinien verletzt. Hört rein!

    Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

    In Afghanistan sind die Taliban zurückgekehrt, der Westen hat die Menschen vor Ort im Stich gelassen. Unser Nahostreferent Dr. Kamal Sido sortiert für uns die Verhältnisse: Welche Interessen haben Russland, die Türkei und China? Außerdem sprachen wir mit ihm über das Versagen der deutschen und der amerikanischen Regierung. Er berichtet von der Situation vor Ort und was getan werden muss, um die Menschen zu schützen.