Äthiopien: ein Jahr bewaffnete Konflikte

Die bereits prekäre Lage spitzt sich weiter zu. Äthiopien steht am Rande eines Umbruchs, dessen genaue Folgen kaum absehbar sind. Mehrere Milizen haben sich gegen den amtierenden Präsidenten Abiy Ahmed verbündet und marschieren auf die Hauptstadt Addis Abeba. 

Mit Nadja Grossenbacher, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der GfbV, sprechen wir über den Konflikt, die Konfliktparteien und Ideen für Lösungsansätze.

Anmerkungen:

Leider wurde in Bezug auf die Involvierung Eritreas versäumt, die Raketenangriffe der TPLF aus Asmara 2020 zu thematisieren, die eine signifikante Rolle für die Involvierung des eritreischen Staats in den bewaffneten Konflikt in Tigray spielten. (Dafür möchte sich die Interviewpartnerin entschuldigen). Wir betonen erneut, dass wir die Menschenrechtsverletzungen ALLER Konfliktparteien aufs Schärfste verurteilen. Darüber hinaus weisen wir daraufhin, dass bewaffneten Gruppierungen trotz ihrer Assoziation mit einer bestimmten ethnischen Bevölkerungsgruppe die Interessen der jeweiligen Zivilbevölkerung nicht zwingend vertreten. Gerade in Bezug auf die TPLF bedarf es nach unserer Ansicht einer dringenden Abgrenzung zur Zivilbevölkerung in Tigray.

Das dazugehörige Memorandum findet ihr hier: https://www.gfbv.de/de/news/bewaffnete-konflikte-in-aethiopien-10670/

Mehr Infos zu unserer Arbeit unter www.gfbv.de

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